Auf die Bühne kreativ und los | Videoprojekt 2022

Schülerprojekte

Mit dem Projekt „Videoprojekt“ setzt CLASSICAL BEAT neue Impulse für den Einsatz digitaler Medien.

Projektbeschreibung

Jugendliche im Alter von 12 - 19 Jahren befinden sich in einer Lebensphase der intensiven Persönlichkeitsentwicklung. Der Austausch mit anderen Personen – vor allem mit Gleichaltrigen – ist dabei besonders wichtig. Die Jugendlichen beginnen sich mit Hobbys, Gewohnheiten, Meinungen und Fähigkeiten ihrer Peer-Group zu identifizieren. Es bilden sich Freundeskreise.Durch die Kontakteinschränkungen in der Coronakrise wurden diese Prozesse gestört. Das soziale Leben verschob sich vielfach in den digitalen Raum. Es gab keine Freizeitangebote wie zum Beispiel Sport und Musik, in denen sonst viele neue Begegnungen und Austausch stattfinden. Die begrenzte Möglichkeit sich persönlich zu treffen, erschwerte das Knüpfen neuer Freundschaften. Es machte sich eine generelle Lethargie unter Jugendlichen breit, die sich auch im Online-Unterricht widergespiegelte. Durch das ständige Zuhausebleiben entstanden Konflikte und wenig Ausweichmöglichkeiten, um diese zu entzerren. Infolgedessen haben sich viele Jugendlichen in den Social-Media-Bereich zurückgezogen. Dort steht nicht die Authentizität im Vordergrund, sondern eine verschönte, gestellte Art der Darstellung. Die Jugendlichen waren also über einen langen Zeitraum konfrontiert mit verzerrten Selbstdarstellungen von Influencern, die sie in Ermangelung echter Kontakte als Norm wahrnahmen.

Fotoschau Musik- und Videoworkshgop August 2022

Filmfachkräfte

  • Andreas Beer (Subtitle Media)
  • Rasmus Freese (Freese Media)
  • Frauke Jaensch
  • Stefan Zabel
  • Betreuende Pädagog*innen

  • Johanna Ludwig
  • Samirah Al-Amrie
  • Alexander Witt
  • Bernd Ruf
  • Nikita Freint
  • Ablauf

    Das Projekt wird in einem Kick-Off Workshop am ersten Nachmittag vorgestellt, während dem die Teilnehmenden auch die Möglichkeit haben sich untereinander kennenzulernen. Hierbei werden bereits die ersten unterschiedlichen Erfahrungen mit der sehr stark einschränkenden Coronazeit deutlich. Alle haben diese Zeit in anderer Art und Weise in ihrem sozialen Umfeld erlebt. Am ersten Workshop-Tag starten die Jugendlichen mit der Bildergalerie ihrer Smartphones oder mitgebrachter Impressionen der Coronazeit. Sie reflektieren das Bild- und Videomaterial, das seit Beginn der Corona-Pandemie entstanden ist. Eine wichtige Frage ist, was dabei besonders prägende Ereignisse waren. In Gruppen von z.B. fünf Personen werden dann ausgewählte Bilder und Videos gemeinsam angesehen und ausgewertet. Hinter den Bildern und Videos verbergen sich Geschichten aus dem Alltag der Jugendlichen. Weitere Erinnerungen und neue Assoziationen beschreiben sie aus der Erinnerung in den Kleingruppen. Hierbei setzen sich die Jugendlichen mit ihren Erfahrungen aber auch mit der eigenen Selbstdarstellung auseinander, wie sie sich gerne vor Gleichaltrigen darstellen, welche Seiten ihres Lebens sie besonders herausstellen (bspw. Hobbys, persönliche Vorlieben, Alltagsgestaltung) und welche sie gerne für sich behalten wollen. Sie lernen sich gegenseitige neu kennen und sehen sich so auch selbst in einem anderen Licht. Dabei setzen sie sich übergeordnet mit dem Verlauf der Pandemie im Blickwinkel der persönlichen Erfahrungen auseinander. Nach dieser sehr persönlichen und reflektierenden Phase, erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in den Aufbau einer Filmgeschichte und beleuchten dabei Rollen und Arbeitsweisen. Sie erwerben die grundlegenden Fähigkeiten, die erforderlich sind, um filmische Geschichten zu erstellen und Inhalte aufzuschlüsseln. Ihnen wird das ästhetische, psychologische und digitale Werkzeug vorgestellt, das sie selbst in einem zweiten Schritt anwenden können, wenn sie ihren eigenen Kurzfilm erstellen. Am zweiten und dritten Tag werden die Jugendlichen dann ihre gesammelten Videos und Bilder in den Gruppen in einem Kurzfilm verarbeiten. Hier lernen die Jugendlichen nahezu spielerisch das technische Handwerk der Filmbearbeitungssoftware. Schritt für Schritt wird das digitale Werkzeug vermittelt, mit viel Freiraum für kreative Phasen. Nun sollen die Kurzfilme erstellt sein. Durch eine gemeinsame öffentliche Präsentation lernen die Teilnehmenden im Anschluss auch Reaktionen auf ihre Werke kennen. Insbesondere emotionale Reaktionen können dabei eine neue Erfahrung für viele sein. Durch einen Coach erlernen die Jugendlichen neue Auftrittsstärken und gewinnen an neuer Ausstrahlung. Sie gehen mit auf die Bühne und präsentieren ihren Film, erklären Hintergründe und ihre Gedanken dazu. Eingeladen sind Eltern, Mitschüler*Innen und Lehrkräfte der Schulen sowie die Öffentlichkeit. Wie die Jugendlichen ihren Kurzfilm präsentieren, entscheiden sie selbst. Alle Teilnehmenden sollen dabei zu Wort kommen.

    Auswahl der finalen Videos aus dem Jahr 2022

    DIGITAL SOUNDSCAPES IST GEWINNER DES „BEST OF DIGITALES.SH“ SONDERPREISES

    Wir sind sehr stolz
    CLASSICAL BEAT ein Projekt der:
    Stiftung Neue Musik-Impulse SH  
    Stiftungsbüro:
    Schloßstr. 5, 23701 Eutin
    Telefon: 04521/7906213
    eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    www.classicalbeat.de

    Partner


    Wir unterstützen die musikalische Brücke auf der HanseBelt-Achse zwischen Norddeutschland, Dänemark und Schweden.